Ich habe nur diesen einen Knopf an meiner Heizung gedrückt – meine Gasrechnung ist um 20% gesunken

Die jährliche Heizkostenabrechnung flattert ins Haus – ein Moment, den viele von uns fürchten. Als ich letztes Jahr meine Abrechnung öffnete, saß der Schock tief. Trotz dicker Pullover und kürzerer Duschzeiten schien der Betrag astronomisch hoch. Ich war überzeugt, bereits alles zu tun, um zu sparen. Doch ich lag falsch.

Die Lösung war so einfach und direkt vor meiner Nase, dass ich sie monatelang übersehen hatte. Es war nur ein kleiner Dreh am Thermostatkopf, eine Einstellung, die fast jeder Heizkörper hat, aber kaum jemand bewusst nutzt. Und dieser kleine Dreh hat meine nächste Gasrechnung um fast 20% reduziert.

Der Fehler, den fast jeder macht

Was tun die meisten Menschen, wenn sie einen Raum für längere Zeit verlassen oder in den Urlaub fahren? Sie drehen den Heizkörperthermostat komplett auf „0“, um Energie zu sparen. Klingt logisch, ist aber ein teurer Trugschluss.

Wenn Sie die Heizung komplett ausschalten, kühlen der Raum und die Wände vollständig aus. Um diesen kalten Raum später wieder auf eine angenehme Temperatur zu bringen, muss die Heizung auf Hochtouren laufen. Dieser Prozess des „Wiederaufheizens“ verschlingt Unmengen an Energie – oft mehr, als wenn die Heizung auf einem sehr niedrigen Niveau durchgelaufen wäre.

Das Geheimnis: Die Schneeflocke (❄️)

Der „magische Knopf“ ist in Wahrheit eine Einstellung: das Frostschutz-Symbol, die kleine Schneeflocke (❄️) direkt vor der Nullstellung.

Was macht diese Einstellung? Sie schaltet die Heizung nicht komplett aus. Stattdessen sorgt sie dafür, dass die Raumtemperatur konstant bei etwa 5-7 Grad Celsius gehalten wird. Das hat zwei entscheidende Vorteile:

  1. Schutz vor Frost und Schimmel: Die Rohre können nicht einfrieren und die Wände bleiben warm genug, um Schimmelbildung zu verhindern.
  2. Enorme Energieersparnis: Da der Raum nie vollständig auskühlt, benötigt die Heizung viel weniger Energie, um ihn bei Ihrer Rückkehr wieder auf 20 Grad zu erwärmen. Der Energieaufwand, um eine Temperatur von 7 auf 20 Grad zu heben, ist weitaus geringer als von 0 auf 20 Grad.

Wie Sie den Trick richtig anwenden

  • Für selten genutzte Räume: Haben Sie ein Gästezimmer oder ein Arbeitszimmer, das Sie nicht jeden Tag nutzen? Drehen Sie den Thermostat dort dauerhaft auf die Schneeflocke. Heizen Sie den Raum nur dann auf Stufe 3-4, wenn Sie ihn wirklich benötigen.
  • Wenn Sie das Haus verlassen: Auch wenn Sie nur für ein paar Stunden zur Arbeit oder zum Einkaufen gehen, drehen Sie die Heizung in den Wohnräumen nicht auf 0, sondern auf Stufe 1 oder 2.
  • Bei längerer Abwesenheit (Urlaub): Das ist der wichtigste Tipp! Drehen Sie alle Heizkörper in der Wohnung auf das Schneeflocken-Symbol (❄️). So vermeiden Sie eine böse Überraschung bei Ihrer Rückkehr und sparen bares Geld.

Thermostat-Stufen im Überblick

Einstellung Ungefähre Temperatur Wann nutzen?
Stufe 5ca. 28°CFast nie nötig. Verschwendung von Energie.
Stufe 3ca. 20-21°CIdeale Temperatur für Wohnräume.
Stufe 2ca. 16-17°CGut für Schlafzimmer oder bei kurzer Abwesenheit.
❄️ (Frostschutz)ca. 5-7°CDer Spar-Modus! Für selten genutzte Räume und bei Urlaub.
0AusVermeiden! Führt zu hohen Kosten beim Wiederaufheizen.

Es sind oft die kleinen, übersehenen Details, die den größten Unterschied machen. Anstatt die Heizung ständig komplett aus- und wieder anzuschalten, halten Sie eine minimale Grundtemperatur. Ihr Geldbeutel wird es Ihnen bei der nächsten Abrechnung danken. Probieren Sie es aus

Autorin: Sophie Krüger

  • Sophie Krüger ist Online-Redakteurin mit Fokus auf Alltagstipps, Verbrauchertrends und gesellschaftliche Themen. Sie schreibt über praktische Lifehacks, clevere Küchentricks und Entwicklungen, die das tägliche Leben betreffen. Ihr Ziel ist es, komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten und Leserinnen und Lesern einen echten Mehrwert zu bieten.

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